Kreditwürdigkeit im Schulden-Lexikon
Neben dem geschilderten Kreditscoring sind so genannte „Kreditbeschlüsse“ bislang die am weitesten verbreiteten Beurteilungsform für Kreditwürdigkeit. Ein Kreditbeschluss umfasst oftmals nicht mehr als eine Seite und kommentiert u. a. folgende Punkte:
- Bisheriges Kreditmanagement, also ob der Kreditnehmer bereits andere Kredite erhalten hat. Dabei differenzieren Banken nach: Gesamtmanagement, Blankoanteil (das ist der Kredit ohne Sicherheit für die Bank)
- Bonitäts-und Kreditentscheidungsbegründung, Ertragslage / verfügbares Einkommen, Kapital-und Vermögenslage, Liquiditätsverhältnisse, Kapitaldienstfähigkeit (kann die monatliche Belastung wirklich getragen werden?), Zukunftsaussichten, Stärken (z. B. Unternehmensgeist, Flexibilität, neue Ideen), Schwächen
- Entscheidungsbegründung (beispielsweise Bonität, dingliche Absicherung)
Die Banken möchten an jedem vergebenen Kredit verdienen und ermitteln deshalb zunächst, wie hoch die maximale Fremdmittelaufnahme in Ihrem Fall sein sollte, und vergleichen anschließend, ob Ihr Kreditwunsch innerhalb des von der Bank ermittelten Rahmens liegt oder nicht. Damit verbunden sind zwei Fragen: Wie hoch sollte die maximale Fremdkapitalaufnahme im Einzelfall sein? Wie hoch sollten die Objektkosten, also die Gesamtkosten der Immobilie, sein?
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